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	<title>Die faszinierende Welt der Tiere</title>
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		<title>Dülmener Wildpferde</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 00:35:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Schulz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[WILDE PFERDE &#8211; MITTEN IN DEUTSCHLAND Fotos und Reportage © H. Schulz Morgendämmerung im Merfelder Bruch bei Dülmen. Am Waldrand warte ich, mit der Kamera in der Hand, auf die Wildpferde. In das Konzert der singenden Vögel mischt sich plötzlich ein dumpfes Rumpeln. Das Trappeln hunderter Hufe kommt rasch näher. Und dann drängt die Herde [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1777&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WILDE PFERDE &#8211; MITTEN IN DEUTSCHLAND<br />
Fotos und Reportage   © H. Schulz</strong></p>
<p><img alt="wildpferde duelmen 1" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/wildpferde_duelmen_1.jpg?w=500&#038;h=334" width="500" height="334" /></p>
<p>Morgendämmerung im Merfelder Bruch bei Dülmen. Am Waldrand warte ich, mit der Kamera in der Hand, auf die Wildpferde. In das Konzert der singenden Vögel mischt sich plötzlich ein dumpfes Rumpeln. Das Trappeln hunderter Hufe kommt rasch näher. Und dann drängt die Herde im Galopp aus dem Wald, raus auf die sattgrüne Wiese. Wilde Pferde – hier in Westfalen, mitten in Deutschland? Zugegeben: So richtig wild sind die seltenen Vierbeiner nicht. Aber in den Bruchwäldern und auf den Wiesen des Schutzgebiets leben sie weitgehend unabhängig vom Menschen, wie ihre Vorfahren seit Hunderten Jahren.</p>
<p><span id="more-1777"></span>
<p>Bekannt sind die &#8222;Dülmener Wildpferde&#8220; seit dem 14. Jahrhundert. Schon damals streiften sie in großen Herden durch die weitläufigen Sümpfe und Auen. Als die Menschen das Land zunehmend urbar machten, wurde es eng für die kleinen, robusten Pferde. Im Jahr 1845, als die Rasse kurz vor dem Aussterben stand, schuf der Herzog Alfred von Croy den wenigen Überlebenden im Merfelder Bruch ein Schutzgebiet. Heute leben dort etwa 350 Wildpferde, hinter Zäunen zwar, aber sonst wie in freier Natur. Ställe oder Schutzhütten kennen sie nicht. Als Nahrung nehmen die genügsamen Tiere das, was die Natur ihnen bietet. Nur in kalten Schneewintern erhalten sie Heu als zusätzliches Futter.</p>
<p><img alt="wildpferde duelmen 2" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/wildpferde_duelmen_2.jpg?w=500&#038;h=332" width="500" height="332" /></p>
<p>Inzwischen stehe ich mitten zwischen den Pferden, die keinerlei Scheu vor mit zeigen. In kleinen Gruppen ziehen die Tiere äsend über die Lichtung. Ausgelassen tollen falbfarbene Fohlen zwischen den Stuten oder spielen mit ihren Altersgenossen. Der Jeep, der am gegenüberliegenden Ende der Wiese erscheint, interessiert die Tiere erst mal nicht. Als dann jedoch ein rassiger Deckhengst aus dem Pferdeanhänger tritt, ist Schluss mit der beschaulichen Szene: Kaum hat der Macho die Herde entdeckt, stürmt er mit wehender Mähne herbei und treibt, mit tief gehaltenem Kopf, die Stuten. Bis zum späten Abend kommt die Herde nicht mehr zur Ruhe.</p>
<p>Fast genau ein Jahr später bin ich wieder im Merfelder Bruch. Eine Stute hat soeben ihr Fohlen geboren. Beäugt von neugierigen Tanten liegt das Kleine, noch von den Eihüllen bedeckt, am Boden. Zärtlich leckt die Mutter ihr Baby sauber und stupst es dann mit der Nase, als wolle sie sagen: Aufstehen, Du Faulpelz, es wird Zeit, laufen zu lernen. Und tatsächlich: Eine halbe Stunde später folgt das Kleine der Stute zum Wald – auf wackligen Beinen, aber schon ganz schön keck. Einen Tierarzt brauchen die Beiden nicht – wie es sich für Wildpferde gehört.</p>
<p>Holger Schulz<br />
Bergenhusen, 28. Juni 2011</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tierfilm.wordpress.com/1777/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tierfilm.wordpress.com/1777/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tierfilm.wordpress.com/1777/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tierfilm.wordpress.com/1777/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tierfilm.wordpress.com/1777/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tierfilm.wordpress.com/1777/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tierfilm.wordpress.com/1777/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tierfilm.wordpress.com/1777/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tierfilm.wordpress.com/1777/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tierfilm.wordpress.com/1777/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tierfilm.wordpress.com/1777/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tierfilm.wordpress.com/1777/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tierfilm.wordpress.com/1777/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tierfilm.wordpress.com/1777/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1777&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Felsenhühner</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 00:26:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Schulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freilebende Wildtiere]]></category>
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		<category><![CDATA[Tierreportagen]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>

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		<description><![CDATA[FELSENHÜHNER IN TENERIFFAS &#8222;HÖLLENSCHLUCHT&#8220; Fotos und Reportage © H. Schulz &#8222;Barranco del Infierno&#8220;: Atemberaubende Landschaft und wilde Natur. Ich bin unterwegs in der &#8222;Höllenschlucht&#8220; beim Städtchen Adeje im Süden Teneriffas. Eingezwängt zwischen himmelhoch aufragenden Felswänden windet sich der enge Pfad durch die üppige Vegetation. Neben mir gurgelt ein schmales Bächlein in seinem steinigen Bett zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1774&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>FELSENHÜHNER IN TENERIFFAS &#8222;HÖLLENSCHLUCHT&#8220;<br />
Fotos und Reportage   © H. Schulz</strong></p>
<p><img alt="felsenhuhn 1" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/felsenhuhn_1.jpg?w=500&#038;h=367" width="500" height="367" /></p>
<p>&#8222;Barranco del Infierno&#8220;: Atemberaubende Landschaft und wilde Natur. Ich bin unterwegs in der &#8222;Höllenschlucht&#8220; beim Städtchen Adeje im Süden Teneriffas. Eingezwängt zwischen himmelhoch aufragenden Felswänden windet sich der enge Pfad durch die üppige Vegetation. Neben mir gurgelt ein schmales Bächlein in seinem steinigen Bett zu Tal. Herabstürzende Steine klirren in der zerklüfteten Wand. Im Unterholz, dicht neben dem Weg, rascheln die Blätter. Versteckt huscht ein taubengroßer Vogel durch das trockene Laub. Seinen grauen Hals ziert ein brauner, weiß getüpfelter Kragen. Ein Felsenhuhn. Den Fotoapparat mit dem Tele habe ich schussbereit in der Hand. Aber bevor ich den Auslöser drücken kann, ist der Vogel verschwunden.</p>
<p><span id="more-1774"></span>
<p>Die kleinen Hühnervögel wurden auf Teneriffa erbarmungslos bejagt. Kein Wunder, dass sie scheu sind und sich in die abgelegensten Barrancos zurückgezogen haben. Viel weiß man nicht über die Biologie der heimlichen Inselbewohner. Dabei sind sie eigentlich gar nicht so selten. Die ursprüngliche Heimat des Felsenhuhns liegt auf dem westafrikanischen Festland. Auf den Kanarischen Inseln und Sardinien wurde es vermutlich vor langer Zeit vom Menschen eingebürgert.</p>
<p>Felsenhühner bewohnen steiniges Buschland und lichte Waldungen. Im Atlasgebirge findet man sie bis über 3000 m Höhe. Die hübsch gezeichneten Vögel ernähren sich von jungen Blättern, Schösslingen und Samen, aber auch Insekten verschmähen sie nicht. Während der Balz, die auf Teneriffa im zeitigen Frühjahr stattfindet, stehen die Hähne hochaufgerichtet auf den Zehenspitzen und rufen mit weit geöffnetem Schnabel. Ihren langen, rauen und zum Ende hin ansteigenden Reviergesang kann man dann in den Barrancos über große Entfernungen hören.</p>
<p><img alt="felsenhuhn 2" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/felsenhuhn_2.jpg?w=500&#038;h=360" width="500" height="360" /></p>
<p>Im Schatten eines uralten Feigenbaums, auf einem Felsen am Wegrand, mache ich Rast. Und dann, wie aus dem Nichts, sind sie plötzlich da: Vier Felsenhühner erscheinen am Rand des Gebüschs. Sie trinken am Bach, putzen ihr Gefieder und picken am Boden nach Nahrung – so, als gäbe es mich nicht. Nur zwei Meter entfernt verharre ich bewegungslos, verzaubert von der Magie dieses Augenblicks. Als eine Gruppe von Wanderern sich nähert, verschwinden die seltenen Vögel im Wald – lautlos, wie sie gekommen sind.</p>
<p><strong>Informationen:<br /></strong>Das Felsenhuhn (Alectoris barabara) gehört zur Familie der Fasanenartigen. Felsenhühner werden bis zu 34 cm groß. Sie leben am Boden, als Einzelgänger oder in kleinen Gruppen. Das Weibchen legt 10-14 Eier in eine Mulde im Schatten eines Busches, aus denen nach etwa 25 Tagen die Jungen schlüpfen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tierfilm.wordpress.com/1774/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tierfilm.wordpress.com/1774/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tierfilm.wordpress.com/1774/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tierfilm.wordpress.com/1774/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tierfilm.wordpress.com/1774/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tierfilm.wordpress.com/1774/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tierfilm.wordpress.com/1774/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tierfilm.wordpress.com/1774/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tierfilm.wordpress.com/1774/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tierfilm.wordpress.com/1774/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tierfilm.wordpress.com/1774/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tierfilm.wordpress.com/1774/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tierfilm.wordpress.com/1774/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tierfilm.wordpress.com/1774/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1774&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Cochenille-Schildläuse</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 00:14:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Schulz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[COCHENILLE: LÄUSEBLUT, DAS ROTE GOLD VON LANZAROTE Fotos und Reportage © H. Schulz Wildes Lanzarote: Vulkane, schwarze Lavaströme und bizarre Schlackenkegel zeugen von der Urgewalt bei der Entstehung der &#8222;Insel des Feuers&#8220;. In dieser unwirklichen, trockenen Landschaft hat die Vegetation kaum eine Chance. An der Ostküste der Kanareninsel jedoch, bei Guatiza, tauchen Abertausende Feigenkakteen die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1771&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>COCHENILLE: LÄUSEBLUT, DAS ROTE GOLD VON LANZAROTE<br />
Fotos und Reportage   © H. Schulz</strong></p>
<p><img alt="cochenille 01" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/cochenille_01.jpg?w=500&#038;h=338" width="500" height="338" /></p>
<p>Wildes Lanzarote: Vulkane, schwarze Lavaströme und bizarre Schlackenkegel zeugen von der Urgewalt bei der Entstehung der &#8222;Insel des Feuers&#8220;. In dieser unwirklichen, trockenen Landschaft hat die Vegetation kaum eine Chance. An der Ostküste der Kanareninsel jedoch, bei Guatiza, tauchen Abertausende Feigenkakteen die Einöde in ein blasses Grün. Grob aufgesetzte Mauern aus Lava und Tuff teilen das stachlige Gestrüpp in einzelne Felder. Aber was wollen die Bauern auf diesen Opuntienfarmen ernten?</p>
<p><span id="more-1771"></span>
<p>Wie eine Krankheit überziehen hellgraue Flecken die fleischigen Kakteenblätter. Ganze Kolonien von Scharlach-Schildläusen haben sich dort angesiedelt. Die Weibchen sind knapp erbsengroß und ernähren sich vom Saft der Opuntien. Eine Schicht aus mehligem Wachs, abgesondert aus ihrem Hinterleib, überzieht die geriffelten Körper mit weißlichem Flaum. Zwischen den Weibchen, die ihr ganzes Leben am gleichen Fleck verbringen, krabbeln emsig die geflügelten Männchen umher.</p>
<p><img alt="cochenille 02" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/cochenille_02.jpg?w=500&#038;h=344" width="500" height="344" /></p>
<p>Ein Horrorszenarium für jeden &#8222;anständigen&#8220; Gärtner. Aber die Läusebauern von Lanzarote stimmt dieser Anblick zufrieden. Schließlich haben sie selbst die Kakteen mit den Larven der Schildläuse „geimpft“. In meiner Hand zerreibe ich einige der kugeligen Insekten. Tiefrot quillt eine Flüssigkeit aus den zerquetschten Körpern: Karminsäure, das &#8222;Rote Gold von Lanzarote&#8220;. Aus dem &#8222;Läuseblut&#8220; wird Cochenille gewonnen, einer der teuersten Naturfarbstoffe der Welt. Verwendet wird er in Lippenstiften und Naturtextilien – und noch immer zum Färben einiger Lebensmittel. Für ein Kilo der wertvollen Farbe werden etwa 140.000 Schildläuse benötigt.</p>
<p>Zerquetschte Läuse im Essen? Schon bei dem Gedanken daran werden viele sich schütteln. Wo &#8222;E120&#8243; als Lebensmittelfarbstoff drauf steht, dort ist Cochenille drin. Nicht nur in Marmeladen, Süßigkeiten und mancher südeuropäischen Salami, sondern sogar in Getränken. Jahrzehntelang erhielt auch der Aperitif Campari sein intensives Rot von dem tierischen Farbstoff. Im Jahr 1870 exportierten die Kanaren noch 3000 Tonnen des „roten Golds“. Mit der Entwicklung synthetischer Farbstoffe brach der Markt für Cochenille zusammen. Doch heute, in Zeiten von &#8222;zurück zur Natur&#8220;, sind organische Farben wieder im Trend. Gute Aussichten also für die Läusebauern von Lanzarote.</p>
<p>Holger Schulz<br />
Bergenhusen, 4. März 2010</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tierfilm.wordpress.com/1771/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tierfilm.wordpress.com/1771/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tierfilm.wordpress.com/1771/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tierfilm.wordpress.com/1771/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tierfilm.wordpress.com/1771/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tierfilm.wordpress.com/1771/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tierfilm.wordpress.com/1771/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tierfilm.wordpress.com/1771/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tierfilm.wordpress.com/1771/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tierfilm.wordpress.com/1771/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tierfilm.wordpress.com/1771/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tierfilm.wordpress.com/1771/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tierfilm.wordpress.com/1771/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tierfilm.wordpress.com/1771/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1771&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Fasanen &#8211; das häufigste Jagdwild Europas</title>
		<link>http://tierfilm.wordpress.com/2011/08/30/fasanen-das-haufigste-jagdwild-europas/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Aug 2011 00:01:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Schulz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[VON JAGDPAPAGEIEN UND FLINTENSPANNERN Foto und Reportage © H. Schulz Frühling in der „Dänischen Südsee“, der Inselwelt südlich von Fünen. Auf Ærø ergrünen die Knicks, und aus zahllosen Blüten leuchtet der Weißdorn. Am Boden zwischen den Hecken meldet sich mit rauem, metallischem Krächzen ein Fasan zu Wort. Weithin hörbar verkündet sein Ruf, dass dieses Revier [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1768&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>VON JAGDPAPAGEIEN UND FLINTENSPANNERN<br />
Foto und Reportage   © H. Schulz</strong></p>
<p><img alt="fasan 1" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/fasan_1.jpg?w=500&#038;h=338" width="500" height="338" /></p>
<p>Frühling in der „Dänischen Südsee“, der Inselwelt südlich von Fünen. Auf Ærø ergrünen die Knicks, und aus zahllosen Blüten leuchtet der Weißdorn. Am Boden zwischen den Hecken meldet sich mit rauem, metallischem Krächzen ein Fasan zu Wort. Weithin hörbar verkündet sein Ruf, dass dieses Revier besetzt ist. Dann schreitet der Hahn in all seiner Pracht selbstbewusst hinaus aufs offene Feld. Blutrot leuchten die angeschwollenen „Rosen“, die nackten Hautstellen an den Seiten des Kopfs. Die spitz zulaufenden Schwanzfedern, fast doppelt so lang wie der Körper, wippen waagrecht bei jedem Schritt.</p>
<p><span id="more-1768"></span>
<p>Ursprünglich waren die prächtig gezeichneten Hühnervögel in Asien zu Hause, zwischen Schwarzem Meer und China. Als Ziervögel und wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches wurden Fasane jedoch bereits in der Antike nach Südeuropa gebracht. Im Mittelalter hat man sie, vor allem als Jagdwild, auch in nördlicheren Regionen Europas eingebürgert. Heute leben Fasane in einem breiten Gürtel fast um die gesamte Erde. Der in Mitteleuropa lebende „Jagdfasan“, gezüchtet in Brütereien und ausgewildert in der Kulturlandschaft, ist eine bunte &#8222;Mischung&#8220; aus verschiedenen Unterarten. Im ursprünglichen Verbreitungsgebiet macht er inzwischen sogar den Wildpopulationen Konkurrenz.</p>
<p>Die Vögel, die der Heidedichter Hermann Löns einst despektierlich als „Jagdpapageien“ abstempelte, gehören heute zum beliebtesten Jagdwild. Das edle Waidwerk treibt dabei teils seltsame Blüten: Wer ein paar Tausend Euro übrig hat, der kann in exklusiven Jagdlodges den Abschuss von Fasanen mit einem Luxuswochenende kombinieren. 200 bis 500 Vögel pro Tag sind einer Jagdgesellschaft garantiert, inklusive nobler Unterkunft im Schloss, 3-Gänge-Gourmet-Menü und anderer standesgemäßer Extras. Im Süden Englands treibt man es auf die Spitze: Ganze Landgüter wurden zu „Jagdparadiesen“ umgestaltet, und so mancher Waidmann überlässt dort rein gar nichts dem Zufall: Während er schießt, lädt ein „Flintenspanner“ die zweite Waffe und sorgt für den reibungslosen Ablauf des Dauerfeuers. Solch fragwürdiger „Sport“ funktioniert nur deshalb, weil Tausende in Volieren aufgezogene Fasane als „Flintenfutter“ ausgesetzt werden.</p>
<p>In Ærø kommt mein Fasanenhahn seinem Ziel inzwischen näher. Am Rande des gegenüberliegenden Knicks treibt sich eine Henne herum. Unscheinbar braun ist sie gefärbt und im dichten Unterholz kaum zu erkennen. Ihren Verehrer versetzt die Fasanendame trotzdem in Aufregung. „Göö-göck“ – mit stolz geschwellter Brust schreit der Hahn seine Sehnsucht hinaus, begleitet von geräuschvollem „Flügelpurren“. Er scheint fest entschlossen, auf natürliche Weise für Nachwuchs zu sorgen.</p>
<p>Holger Schulz<br />
Bergenhusen, 24.4.2011</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tierfilm.wordpress.com/1768/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tierfilm.wordpress.com/1768/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tierfilm.wordpress.com/1768/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tierfilm.wordpress.com/1768/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tierfilm.wordpress.com/1768/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tierfilm.wordpress.com/1768/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tierfilm.wordpress.com/1768/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tierfilm.wordpress.com/1768/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tierfilm.wordpress.com/1768/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tierfilm.wordpress.com/1768/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tierfilm.wordpress.com/1768/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tierfilm.wordpress.com/1768/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tierfilm.wordpress.com/1768/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tierfilm.wordpress.com/1768/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1768&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Bengalengeier</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 23:51:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Schulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freilebende Wildtiere]]></category>
		<category><![CDATA[Tierfotos]]></category>
		<category><![CDATA[Tierreportagen]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>

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		<description><![CDATA[DIE &#8222;HIMMELSBESTATTER&#8220; VON INDIEN - Mit den Bengalengeiern verschwindet eine uralte Bestattungskultur Fotos und Reportage © H. Schulz Monsunzeit im Norden Indiens. Nahe Jaipur, im Bundesstaat Rajasthan, ist es drückend heiß und schwül. In der Luft über dem schütteren Wäldchen hängt der eklige Geruch von Verwesung und Tod. Die dreißig oder mehr Bengalengeier, die sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1766&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DIE &#8222;HIMMELSBESTATTER&#8220; VON INDIEN -<br />
Mit den Bengalengeiern verschwindet eine uralte Bestattungskultur<br />
Fotos und Reportage   © H. Schulz</strong></p>
<p><img alt="bengalengeier 1" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/bengalengeier_1.jpg?w=500&#038;h=325" width="500" height="325" /></p>
<p>Monsunzeit im Norden Indiens. Nahe Jaipur, im Bundesstaat Rajasthan, ist es drückend heiß und schwül. In der Luft über dem schütteren Wäldchen hängt der eklige Geruch von Verwesung und Tod. Die dreißig oder mehr Bengalengeier, die sich dort eingefunden haben, stört das aber nicht. Sie drängen sich um die tote Kuh, die wohl schon länger in der Hitze schmort. Tief versenken die Aasfresser ihre nackten Hälse in die Bauchhöhle des Kadavers und reißen mit ihren kräftigen Schnäbeln die Innereien heraus. Im Gerangel der großen Vögel ist der stinkende Leichnam bald kaum mehr zu sehen.</p>
<p><span id="more-1766"></span>
<p>So unappetitlich der Anblick auch ist – im Kreislauf der Natur spielen die Bengalengeier eine unverzichtbare Rolle. Als reine Aasfresser sind sie gewissermaßen die Gesundheitspolizei Indiens. Mit scharfen Augen entdecken die Vögel beim Nahrungsflug in großer Höhe jedes verendete Tier und entsorgen dessen sterbliche Reste. Zumindest war das so bis Anfang der 90er Jahre. Dann plötzlich begann das große Sterben – und innerhalb weniger Jahre war nur noch jeder tausendste Geier am Leben. Mit dramatischen Folgen auch für die Menschen: Ohne die gefiederten Aasfresser gab es nun für verwilderte Hunde überall Nahrung. Sie vermehrten sich explosionsartig, infizierten sich mit Tollwut, und nach Bissverletzungen starben bald auch Tausende Menschen.</p>
<p><img alt="bengalgeier 2" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/bengalgeier_2.jpg?w=500&#038;h=332" width="500" height="332" /></p>
<p>Was war die Ursache des Massensterbens der Geier? Dem indische Wissenschaftler Anil Markandya und britischen Vogelschützern gelang es, das Rätsel zu losen: Die Geier fraßen häufig die Kadaver von Rindern, die gegen Euter-Entzündungen und andere Krankheiten mit dem Medikament Diclofenac behandelt worden waren. Auch beim Menschen wird dieser Wirkstoff eingesetzt, z.B. gegen Schmerzen, Rheuma und Arthrose. Bei Geiern jedoch führt Diclofenac zum tödlichen Nierenversagen. Als das Medikament im Jahr 2005 endlich für tiermedizinische Zwecke verboten wurde, war es für die Aasfresser bereits zu spät.</p>
<p>Eine Katastrophe auch für die Glaubensgemeinschaft der indischen Parsen. Sie praktizieren die sogenannte &#8222;Himmelsbestattung&#8220;: In Bombay legen sie ihre Toten auf die nach oben offenen &#8222;Türme des Schweigens&#8220;, wo dann die Geier alles Weitere übernehmen. Heute jedoch sind die geflügelten Bestatter selten geworden. Und so verschwindet mit den Bengalengeiern nicht nur eine weitere Vogelart – sondern auch eine uralte Kultur und Tradition.</p>
<p>Holger Schulz<br />
Bergenhusen, 20. Juni 2011</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tierfilm.wordpress.com/1766/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tierfilm.wordpress.com/1766/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tierfilm.wordpress.com/1766/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tierfilm.wordpress.com/1766/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tierfilm.wordpress.com/1766/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tierfilm.wordpress.com/1766/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tierfilm.wordpress.com/1766/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tierfilm.wordpress.com/1766/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tierfilm.wordpress.com/1766/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tierfilm.wordpress.com/1766/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tierfilm.wordpress.com/1766/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tierfilm.wordpress.com/1766/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tierfilm.wordpress.com/1766/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tierfilm.wordpress.com/1766/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1766&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Walzenspinnen</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 23:39:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Schulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freilebende Wildtiere]]></category>
		<category><![CDATA[Spinnentiere]]></category>
		<category><![CDATA[Tierfotos]]></category>
		<category><![CDATA[Tierreportagen]]></category>

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		<description><![CDATA[WALZENSPINNEN &#8211; HAARIG, BISSIG UND FURCHTERREGEND Fotos und Reportage © H. Schulz In N&#8217;Guigmi, im Südosten der Republik Niger, steigt das Thermometer im Sommer auf über 40 Grad. Der heiße Wüstenwind treibt riesige Sandwolken über das Land. Auf der Terrasse am Haus eines Entwicklungshelfers genieße ich in der Abenddämmerung ein kühles Bier. Dunkle Schatten huschen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1763&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WALZENSPINNEN &#8211; HAARIG, BISSIG UND FURCHTERREGEND<br />
Fotos und Reportage   © H. Schulz</strong></p>
<p><img alt="walzenspinne 1" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/walzenspinne_1.jpg?w=500&#038;h=350" width="500" height="350" /></p>
<p>In N&#8217;Guigmi, im Südosten der Republik Niger, steigt das Thermometer im Sommer auf über 40 Grad. Der heiße Wüstenwind treibt riesige Sandwolken über das Land. Auf der Terrasse am Haus eines Entwicklungshelfers genieße ich in der Abenddämmerung ein kühles Bier. Dunkle Schatten huschen gespenstisch über den Boden. Mäuse? Oder Skorpione? Vorsichtig nähere ich mich und betrachte im Schein der Taschenlampe eines der Tiere. Es ist eine Walzenspinne, handtellergroß, mit lang behaarten Beinen.</p>
<p><span id="more-1763"></span>
<p>Plötzlich richtet der gefährlich aussehende Krabbler den Vorderkörper auf und streckt mir drohend die gewaltigen Beißwerkzeuge entgegen. Ich zucke erschrocken zurück und beschließe, hier nie wieder Sandalen zu tragen. Mein Gastgeber lacht, er hat sich an seine achtbeinigen Mitbewohner gewöhnt. &#8222;Zu nah herangehen solltest Du aber nicht&#8220;, warnt er mich, &#8222;Die Biester können garstig beißen&#8220;. Giftdrüsen besitzen die Walzenspinnen zwar nicht. Aber die tiefen Fleischwunden, die sie mit ihren monströsen Kiefern reißen, verursachen nicht selten eine Blutvergiftung.</p>
<p>&#8222;Solifugae&#8220; lautet der wissenschaftliche Name der Walzenspinnen. Das bedeutet so viel wie &#8222;Sonnenflieher&#8220; und bezieht sich auf die nächtliche Lebensweise der gefürchteten Tiere. Erst nach Einbruch der Dämmerung verlassen sie ihre Verstecke und begeben sich auf die Jagd. Das vordere Beinpaar dient in der Dunkelheit als Tastorgan. Ihre Beute töten die Walzenspinnen mit den kräftigen Kiefern. Ob Insekten oder Spinnen, Skorpione oder Tausendfüßler, wählerisch sind die gefräßigen Räuber nicht. Selbst Eidechsen und Mäuse, viel größer als sie selbst, werden zwischen den mörderischen Kiefern zermalmt.</p>
<p><img alt="walzenspinne 2" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/walzenspinne_2.jpg?w=500&#038;h=362" width="500" height="362" /></p>
<p>Angelockt vom Licht schleichen sich Walzenspinnen nachts auch in die Zelte und Häuser der Menschen. Fühlen sie sich bedroht, dann reagieren die ungebetenen Gäste extrem aggressiv. Eine Begegnung mit ihnen kann schmerzhaft sein. Dichter aus der Antike berichteten gar, ganze Landstriche seien aus Furcht vor den bissigen Krabblern verlassen worden. Niemand weiß, ob das tatsächlich so war. Ich jedenfalls habe in N&#8217;Guigmi meine Lektion gelernt – und zolle den nächtlichen Jägern gehörigen Respekt.</p>
<p><strong>Informationen:<br /></strong>Walzenspinnen (Solifugae) gehören zu den Spinnentieren. Es gibt 900 Arten, die überwiegend in Wüsten und Steppen leben. Bis zu 7 cm groß wird der Körper, dazu kommen die langen, behaarten Beine. Ihre Kiefer sind, relativ zur Körpergröße, die stärksten Beißwerkzeuge im Tierreich.</p>
<p>Holger Schulz<br />
14. November 2009</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tierfilm.wordpress.com/1763/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tierfilm.wordpress.com/1763/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tierfilm.wordpress.com/1763/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tierfilm.wordpress.com/1763/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tierfilm.wordpress.com/1763/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tierfilm.wordpress.com/1763/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tierfilm.wordpress.com/1763/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tierfilm.wordpress.com/1763/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tierfilm.wordpress.com/1763/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tierfilm.wordpress.com/1763/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tierfilm.wordpress.com/1763/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tierfilm.wordpress.com/1763/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tierfilm.wordpress.com/1763/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tierfilm.wordpress.com/1763/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1763&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Geheimnisvolle Waldelefanten</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 17:45:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Schulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freilebende Wildtiere]]></category>
		<category><![CDATA[Säugetiere]]></category>
		<category><![CDATA[Tierfotos]]></category>
		<category><![CDATA[Tierreportagen]]></category>

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		<description><![CDATA[WALDELEFANTEN &#8211; AUF EXPEDITION IN DER GRÜNEN HÖLLE AFRIKAS Fotos und Reportage © H. Schulz Seit Stunden schon kämpfen wir uns durch den Dschungel des Kongobeckens. In grundlosem Sumpf, umschwärmt von Tausenden Insekten, zwischen üppiger Vegetation und haushohen Brettwurzeln. Ein ohrenbetäubendes, schrilles Trompeten lässt uns das Blut in den Adern gefrieren. Nur 20 Meter entfernt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1757&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>WALDELEFANTEN &#8211; AUF EXPEDITION IN DER GRÜNEN HÖLLE AFRIKAS<br />
Fotos und Reportage © H. Schulz</strong></p>
<p><img alt="waldelefant 1" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/waldelefant_1.jpg?w=500&#038;h=340" width="500" height="340" /></p>
<p>Seit Stunden schon kämpfen wir uns durch den Dschungel des Kongobeckens. In grundlosem Sumpf, umschwärmt von Tausenden Insekten, zwischen üppiger Vegetation und haushohen Brettwurzeln. Ein ohrenbetäubendes, schrilles Trompeten lässt uns das Blut in den Adern gefrieren. Nur 20 Meter entfernt taucht im wuchernden Grün, teilweise verdeckt von Blättern, ein Waldelefant auf. Gespenstisch, wie eine graue Wand, versperrt der verärgerte Riese den Pfad. Suchend bewegt sich sein Rüssel, während die großen Ohren weit abgestellt sind. Wieder trompetet der Koloss, reißt verärgert Äste und Blätter von den Bäumen, bevor er endlich im Wald verschwindet. Unser Führer, ein Bayaka-Pygmäe, signalisiert Entwarnung – und mit zittrigen Knien setzen wir unseren Marsch fort.</p>
<p><span id="more-1757"></span>
<p>Im Schutzgebiet Dzanga-Sangha, im Dreiländereck von Kamerun, Kongo und der Zentralafrikanischen Republik, sind wir unterwegs zu den sagenumwobenen Waldelefanten. Eine halbe Stunde später lichtet sich der Wald und wir erreichen den Rand einer sonnendurchfluteten Lichtung. Die Dzanga Bai übertrifft alle unsere Erwartungen. Mindestens 50 der geheimnisvollen Urwaldriesen stehen im sumpfigen Boden oder in kleinen Tümpeln: Große Bullen mit gewaltigen Stoßzähnen, Mütter mit ihren Kälbern, und Halbwüchsige, die in Scheinkämpfen ihre Kräfte messen. Viele der Tiere graben mit ihren Stoßzähnen im schlammigen Grund. Nur hier finden sie im Regenwald die lebensnotwendigen Mineralsalze. Mbotu-mbotu, „Urwaldapotheke der Elefanten“, wird die Lichtung deshalb von den Pygmäen genannt.</p>
<p><img alt="waldelefant 2" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/waldelefant_2.jpg?w=500&#038;h=346" width="500" height="346" /></p>
<p>Waldelefanten sind etwas kleiner als ihre in den Savannen Ostafrikas lebenden Verwandten. Sie haben schlankere, weniger gebogene Stoßzähne und kleinere, rundliche Ohren. Ihre Heimat sind die Regenwälder Zentral- und Westafrikas. In kleinen Familiengruppen, angeführt von einer Leitkuh, streifen sie auf der Suche nach Nahrung Hunderte Kilometer durch den Dschungel. Waldelefanten ernähren sich vor allem von Früchten und tragen damit zur Verbreitung zahlreicher Regenwaldbäume bei: Deren Samen keimen häufig erst dann, wenn sie den Verdauungstrakt eines Elefanten passiert haben. Die massive Zerstörung des tropischen Regenwaldes durch Abholzung gefährdet das Überleben der letzten Waldelefanten. Und so mischt sich auch Wehmut in unsere Begeisterung über das Schauspiel auf der Dzanga Bai: Vielleicht sind bald auch die letzten dieser geheimnisvollen Urwaldgiganten verschwunden.</p>
<p>Holger Schulz<br />
Bergenhusen, 7. Mai 2011</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tierfilm.wordpress.com/1757/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tierfilm.wordpress.com/1757/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tierfilm.wordpress.com/1757/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tierfilm.wordpress.com/1757/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tierfilm.wordpress.com/1757/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tierfilm.wordpress.com/1757/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tierfilm.wordpress.com/1757/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tierfilm.wordpress.com/1757/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tierfilm.wordpress.com/1757/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tierfilm.wordpress.com/1757/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tierfilm.wordpress.com/1757/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tierfilm.wordpress.com/1757/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tierfilm.wordpress.com/1757/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tierfilm.wordpress.com/1757/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1757&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Schwarzmilan</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 17:33:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Schulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freilebende Wildtiere]]></category>
		<category><![CDATA[Tierfotos]]></category>
		<category><![CDATA[Tierreportagen]]></category>
		<category><![CDATA[Vögel]]></category>

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		<description><![CDATA[SCHWARZMILANE &#8211; GEFIEDERTE KOSMOPOLITEN Foto und Reportage © H. Schulz Geheimnisvolle Auwälder, knorrige Eichen, ausgedehnte Schilfbestände und verwunschene Altarme: Das Europareservat Kühkopf-Knoblochsaue, diese üppige, fast tropisch anmutende Wildnis, ist das größte Naturschutzgebiet Hessens. Nicht nur für ihre Stechmücken ist die amphibische Landschaft am Rhein zwischen Mannheim und Mainz berühmt, sondern vor allem für ihre zahlreichen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1755&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SCHWARZMILANE &#8211; GEFIEDERTE KOSMOPOLITEN<br />
Foto und Reportage   © H. Schulz</strong></p>
<p><img alt="schwarzmilan" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/schwarzmilan.jpg?w=500&#038;h=312" width="500" height="312" /></p>
<p>Geheimnisvolle Auwälder, knorrige Eichen, ausgedehnte Schilfbestände und verwunschene Altarme: Das Europareservat Kühkopf-Knoblochsaue, diese üppige, fast tropisch anmutende Wildnis, ist das größte Naturschutzgebiet Hessens. Nicht nur für ihre Stechmücken ist die amphibische Landschaft am Rhein zwischen Mannheim und Mainz berühmt, sondern vor allem für ihre zahlreichen Brut- und Zugvögel. In dieser urwüchsigen Natur, mitten in Deutschland, leben noch immer mehr als 50 Paare des Schwarzmilans – in höherer Dichte als irgendwo sonst in Europa. Der bussardgroße Greifvögel ist das Wahrzeichen des Reservats.</p>
<p><span id="more-1755"></span>
<p>Nur eine halbe Fahrrad-Stunde entfernt von dem bereits im Jahr 1952 gegründeten Schutzgebiet habe ich meine Jugend verbracht. Meine ersten Gehversuche als Vogelbeobachter habe ich auf dem &#8222;Kühkopf&#8220; unternommen. Heute, mehr als vier Jahrzehnte später, bin ich endlich mal wieder auf dem Sommerdeich unterwegs. Die ersten Singvögel sind aus Afrika zurückgekehrt – noch zögerlich klingt ihr Gesang aus Wald und Röhricht. Zwischen den uralten Apfelbäumen am Rande des Weges fällt mein Blick auf eine weite, offenen Wasserfläche. Im langsamen Suchflug zieht ein Schwarzmilan dicht über dem spiegelnden Nass seine Bahn. Wie nebenbei fasst er mit den Fängen zu und zieht einen zappelnden Fisch aus dem Wasser.</p>
<p>In Sachen Nahrung ist der Schwarzmilan flexibel. Er nimmt das, was sich gerade bietet. Kleine Säugetiere, Vögel und Frösche oder Schlangen, das Spektrum der Nahrungstiere ist weit. Hier, auf dem Kühkopf mit den vielen Gewässern, sind Fische seine häufigste Beute. Aber auch Aas verschmäht der elegante Jäger nicht. Auf Mülldeponien in Südeuropa ist er häufiger Gast. Und in Afrika konnte ich Hunderte Schwarzmilane beobachten, die Jagd auf wandernde Heuschrecken machten. &#8222;Tiervater Brehm&#8220; hatte vom &#8222;Waldgeier oder Hühnerdieb&#8220;, wie er den Schwarzmilan nannte, sein ganz eigens Bild: &#8222;Am meisten schadet er unzweifelhaft dadurch, dass er andere Raubvögel in der widerwärtigsten Weise anbettelt oder so lange belästigt, bis sie ihm ihre Beute zuwerfen&#8220;.</p>
<p>Über den alten Eichen des Auwalds höre ich ein melodisches Trillern. Am blauen Frühlingshimmel balzen mit eindrucksvollen Flugmanövern die Schwarzmilane. Steil steigen die beiden Vögel empor, trudeln wie angeschossen herab und berühren sich mit den Fängen. Lange kann es nun nicht mehr dauern, bis die ersten Eier im Nest liegen &#8211; hoch oben in der Baumkrone.</p>
<p>
Holger Schulz<br />
Bergenhusen, 4. April 2011</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tierfilm.wordpress.com/1755/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tierfilm.wordpress.com/1755/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tierfilm.wordpress.com/1755/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tierfilm.wordpress.com/1755/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tierfilm.wordpress.com/1755/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tierfilm.wordpress.com/1755/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tierfilm.wordpress.com/1755/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tierfilm.wordpress.com/1755/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tierfilm.wordpress.com/1755/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tierfilm.wordpress.com/1755/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tierfilm.wordpress.com/1755/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tierfilm.wordpress.com/1755/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tierfilm.wordpress.com/1755/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tierfilm.wordpress.com/1755/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1755&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Scheltopusik</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 17:26:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Schulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freilebende Wildtiere]]></category>
		<category><![CDATA[Reptilien]]></category>
		<category><![CDATA[Tierfotos]]></category>
		<category><![CDATA[Tierreportagen]]></category>

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		<description><![CDATA[SCHELTOPUSIK? KENN&#8217; ICH NICHT! Foto und Reportage © H. Schulz Scheltopusik? Was ist das? Ein russisches Gewürz? Oder eine finnische Kampfsportart? Sie haben&#8217;s sicher geahnt: Ein Tier ist es, wenn auch ein recht eigenartiges. Ophisaurus apodus haben die Wissenschaftler es genannt. Eine Echse ohne Beine, aber trotzdem keine Schlange. Bis zu 140 cm lang und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1753&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>SCHELTOPUSIK?  KENN&#8217; ICH NICHT!<br />
Foto und Reportage   © H. Schulz</strong></p>
<p><img alt="scheltopusik" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/scheltopusik.jpg?w=500&#038;h=370" width="500" height="370" /></p>
<p>Scheltopusik? Was ist das? Ein russisches Gewürz? Oder eine finnische Kampfsportart? Sie haben&#8217;s sicher geahnt: Ein Tier ist es, wenn auch ein recht eigenartiges. Ophisaurus apodus haben die Wissenschaftler es genannt. Eine Echse ohne Beine, aber trotzdem keine Schlange. Bis zu 140 cm lang und dick wie ein menschlicher Unterarm kommt der riesige Verwandte der Blindschleiche daher. &#8222;Gelbwanst&#8220; bedeutet das russische Wort Scheltopusik, aber als &#8222;Panzerschleiche&#8220; ist das Reptil in Deutschland eher bekannt.</p>
<p><span id="more-1753"></span>
<p>In den Karstbergen Istriens bin ich dem beinlosen Kriechtier auf der Spur. Über verwittertes Kalkgestein klettere ich steil bergan. Plötzlich raschelt es im dornigen Gestrüpp. Im Halbschatten windet sich ein langgestreckter Körper dahin. Jetzt muss es schnell gehen. Beherzt greife ich zu, dicht hinter dem Kopf. Giftig ist der Scheltopusik zwar nicht, aber mit seinen starken Kiefern kann er schmerzhaft beißen. An die 400 Gramm wiegt die fauchende Echse und versucht, sich mit kräftigen Windungen aus meiner Hand zu befreien. Bald jedoch resigniert das Reptil, und ich kann es in Ruhe betrachten. Sein Körper ist nahtlos von rautenförmigen Schuppen bedeckt. An beiden Seiten verläuft eine Hautfurche, die sich bei jedem Atemzug dehnt. Von der Verwandtschaft mit den Eidechsen zeugen zwei winzige, warzenförmige Beinstummel vor dem Ansatz des Schwanzes.</p>
<p>Von Kroatien bis Griechenland und von der Türkei bis Mittelasien ist der Scheltopusik zu Hause. Dort leben die Tiere versteckt an Berghängen, in lichten Wäldern und Trockensteppen. Ihre Nahrung, Schnecken, Insekten und andere Kleintiere, zermalmen sie zwischen den stumpfen Zähnen. Wenn die Gelegenheit sich bietet, verschmähen sie auch eine Maus oder einen Jungvogel nicht. Während der kalten Jahreszeit ziehen sich die Panzerschleichen in Mäusenester oder andere Höhlen zurück und halten dort eine mehrmonatige Winterruhe.</p>
<p>Ich habe &#8222;meinen&#8220; Scheltopusik inzwischen ausgiebig inspiziert. Zurück in Freiheit macht er sich schnell aus dem Staub und verschwindet unauffindbar unter dichtem Gestrüpp. Die heimliche Lebensweise ist sein einziger Schutz gegen Greifvögel, Füchse und andere Feinde – und gegen Menschen, die die harmlosen Reptilien als vermeintlich giftige Schlangen erschlagen.</p>
<p>
Holger Schulz<br />
Bergenhusen, 21. Februar 2010</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tierfilm.wordpress.com/1753/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tierfilm.wordpress.com/1753/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tierfilm.wordpress.com/1753/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tierfilm.wordpress.com/1753/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tierfilm.wordpress.com/1753/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tierfilm.wordpress.com/1753/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tierfilm.wordpress.com/1753/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tierfilm.wordpress.com/1753/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tierfilm.wordpress.com/1753/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tierfilm.wordpress.com/1753/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tierfilm.wordpress.com/1753/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tierfilm.wordpress.com/1753/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tierfilm.wordpress.com/1753/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tierfilm.wordpress.com/1753/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1753&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Goldschakal</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 17:22:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Holger Schulz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Freilebende Wildtiere]]></category>
		<category><![CDATA[Säugetiere]]></category>
		<category><![CDATA[Tierfotos]]></category>
		<category><![CDATA[Tierreportagen]]></category>

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		<description><![CDATA[DER &#8222;KLEINE BRUDER DES WOLFS&#8220; KEHRT NACH EUROPA ZURÜCK Foto und Reportage © H. Schulz Golden leuchtet der Gipfel des Kilimandscharo im warmen Licht der aufgehenden Sonne. Ich bin auf Fotopirsch im Amboseli Nationalpark an der Grenze zwischen Kenia und Tansania. In der Nacht haben ganz in der Nähe unseres Camps die Löwen gebrüllt. Haben [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1751&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>DER &#8222;KLEINE BRUDER DES WOLFS&#8220; KEHRT NACH EUROPA ZURÜCK<br />
Foto und Reportage   © H. Schulz</strong></p>
<p><img alt="schakal" vspace="20" src="http://tierfilm.files.wordpress.com/2011/08/schakal.jpg?w=500&#038;h=318" width="500" height="318" /></p>
<p>Golden leuchtet der Gipfel des Kilimandscharo im warmen Licht der aufgehenden Sonne. Ich bin auf Fotopirsch im Amboseli Nationalpark an der Grenze zwischen Kenia und Tansania. In der Nacht haben ganz in der Nähe unseres Camps die Löwen gebrüllt. Haben sie Beute gemacht? Durchs Fernglas streift mein suchender Blick über die Savanne. Die großen Katzen finde ich nicht. Aber dann entdecke ich einen anderen Räuber, ähnlich einem kleinen, schlanken Wolf. Der Goldschakal nutzt die Gunst der Stunde und tut sich an den kargen Resten der Löwenmahlzeit gütlich. Gierig reißt er die letzten Fleischfetzen vom blutigen Schädel einer Thomson-Gazelle.</p>
<p><span id="more-1751"></span>
<p>Typisch Schakal? Zwar fressen die zu den Hunden gehörenden Savannenbewohner gerne das, was größere Raubtiere übrig lassen. Aber das Image als feiger Schmarotzer haben sie trotzdem nicht verdient. Ähnlich wie ein Fuchs jagt der Schakal Nager und andere kleine Tiere mit dem &#8222;Mäuselsprung&#8220;: Katzbucklig lauert er mit aufgerichteten Ohren. Dann springt er aus dem Stand blitzschnell in die Höhe und landet mit den Vorderpfoten auf der Beute, um sie mit dem scharfen Gebiss zu töten. Dass Schakale auch ausdauernde und schnelle Läufer sind, konnte ich vor ein paar Tagen beobachten: In wilder Jagd hetzten die Raubtiere eine junge Gazelle und rissen ihr erschöpftes Opfer schließlich zu Boden.</p>
<p>Goldschakale sind in Nord- und Ostafrika und in Asien und Arabien zu Hause. Auch in Südosteuropa, vor allem in Bulgarien und Kroatien, leben mehr als 10.000 Schakale. Dass aber seit zwei Jahrzehnten die Jäger mit dem goldfarbenen Fell zunehmend auch wieder in Mitteleuropa einwandern, ist bisher kaum bekannt. In Italien und Österreich haben sich bereits mehrere kleine Populationen etabliert. Aus Deutschland ist bisher nur ein einziger Nachweis bekannt: Ein Goldschakal erschien im Sommer 2000 in Brandenburg. Er fiel bald darauf einem Wilderer zum Opfer. Neben dem Menschen ist der Wolf der schlimmste Feind des Schakals. Und es scheint, dass dort, wo Meister Isegrim sich zurückgezogen hat, sein kleinerer Verwandter wieder Fuß fassen kann.</p>
<p>Die alten Ägypter verehrten den Schakal als Anubis, den Gott der Toten und den Wächter der Gräber. Zahlreiche Darstellungen auf Tempelwänden im Tal der Könige zeigen die Gottheit, in Gestalt eines Menschen mit dem Kopf eines Schakals. In der dicht besiedelten Agrarlandschaft Mitteleuropas wird erst die Zukunft zeigen, ob man dem &#8222;kleine Bruder des Wolfs&#8220; eine Chance gibt, wieder heimisch zu werden.</p>
<p>
Holger Schulz<br />
Bergenhusen, 7. Oktober 2010</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/tierfilm.wordpress.com/1751/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/tierfilm.wordpress.com/1751/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/tierfilm.wordpress.com/1751/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/tierfilm.wordpress.com/1751/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/tierfilm.wordpress.com/1751/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/tierfilm.wordpress.com/1751/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/tierfilm.wordpress.com/1751/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/tierfilm.wordpress.com/1751/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/tierfilm.wordpress.com/1751/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/tierfilm.wordpress.com/1751/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/tierfilm.wordpress.com/1751/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/tierfilm.wordpress.com/1751/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/tierfilm.wordpress.com/1751/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/tierfilm.wordpress.com/1751/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=tierfilm.wordpress.com&amp;blog=7083448&amp;post=1751&amp;subd=tierfilm&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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