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Walzenspinnen

WALZENSPINNEN – HAARIG, BISSIG UND FURCHTERREGEND
Fotos und Reportage © H. Schulz

walzenspinne 1

In N’Guigmi, im Südosten der Republik Niger, steigt das Thermometer im Sommer auf über 40 Grad. Der heiße Wüstenwind treibt riesige Sandwolken über das Land. Auf der Terrasse am Haus eines Entwicklungshelfers genieße ich in der Abenddämmerung ein kühles Bier. Dunkle Schatten huschen gespenstisch über den Boden. Mäuse? Oder Skorpione? Vorsichtig nähere ich mich und betrachte im Schein der Taschenlampe eines der Tiere. Es ist eine Walzenspinne, handtellergroß, mit lang behaarten Beinen.

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WALDELEFANTEN – AUF EXPEDITION IN DER GRÜNEN HÖLLE AFRIKAS
Fotos und Reportage © H. Schulz

waldelefant 1

Seit Stunden schon kämpfen wir uns durch den Dschungel des Kongobeckens. In grundlosem Sumpf, umschwärmt von Tausenden Insekten, zwischen üppiger Vegetation und haushohen Brettwurzeln. Ein ohrenbetäubendes, schrilles Trompeten lässt uns das Blut in den Adern gefrieren. Nur 20 Meter entfernt taucht im wuchernden Grün, teilweise verdeckt von Blättern, ein Waldelefant auf. Gespenstisch, wie eine graue Wand, versperrt der verärgerte Riese den Pfad. Suchend bewegt sich sein Rüssel, während die großen Ohren weit abgestellt sind. Wieder trompetet der Koloss, reißt verärgert Äste und Blätter von den Bäumen, bevor er endlich im Wald verschwindet. Unser Führer, ein Bayaka-Pygmäe, signalisiert Entwarnung – und mit zittrigen Knien setzen wir unseren Marsch fort.

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Schwarzmilan

SCHWARZMILANE – GEFIEDERTE KOSMOPOLITEN
Foto und Reportage © H. Schulz

schwarzmilan

Geheimnisvolle Auwälder, knorrige Eichen, ausgedehnte Schilfbestände und verwunschene Altarme: Das Europareservat Kühkopf-Knoblochsaue, diese üppige, fast tropisch anmutende Wildnis, ist das größte Naturschutzgebiet Hessens. Nicht nur für ihre Stechmücken ist die amphibische Landschaft am Rhein zwischen Mannheim und Mainz berühmt, sondern vor allem für ihre zahlreichen Brut- und Zugvögel. In dieser urwüchsigen Natur, mitten in Deutschland, leben noch immer mehr als 50 Paare des Schwarzmilans – in höherer Dichte als irgendwo sonst in Europa. Der bussardgroße Greifvögel ist das Wahrzeichen des Reservats.

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Scheltopusik

SCHELTOPUSIK? KENN‘ ICH NICHT!
Foto und Reportage © H. Schulz

scheltopusik

Scheltopusik? Was ist das? Ein russisches Gewürz? Oder eine finnische Kampfsportart? Sie haben’s sicher geahnt: Ein Tier ist es, wenn auch ein recht eigenartiges. Ophisaurus apodus haben die Wissenschaftler es genannt. Eine Echse ohne Beine, aber trotzdem keine Schlange. Bis zu 140 cm lang und dick wie ein menschlicher Unterarm kommt der riesige Verwandte der Blindschleiche daher. „Gelbwanst“ bedeutet das russische Wort Scheltopusik, aber als „Panzerschleiche“ ist das Reptil in Deutschland eher bekannt.

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Goldschakal

DER „KLEINE BRUDER DES WOLFS“ KEHRT NACH EUROPA ZURÜCK
Foto und Reportage © H. Schulz

schakal

Golden leuchtet der Gipfel des Kilimandscharo im warmen Licht der aufgehenden Sonne. Ich bin auf Fotopirsch im Amboseli Nationalpark an der Grenze zwischen Kenia und Tansania. In der Nacht haben ganz in der Nähe unseres Camps die Löwen gebrüllt. Haben sie Beute gemacht? Durchs Fernglas streift mein suchender Blick über die Savanne. Die großen Katzen finde ich nicht. Aber dann entdecke ich einen anderen Räuber, ähnlich einem kleinen, schlanken Wolf. Der Goldschakal nutzt die Gunst der Stunde und tut sich an den kargen Resten der Löwenmahlzeit gütlich. Gierig reißt er die letzten Fleischfetzen vom blutigen Schädel einer Thomson-Gazelle.

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GIGANTISCHE WINTERGÄSTE IN JAPANS EISIGEM NORDEN
Foto und Reportage © H. Schulz

riesenseeadler

Ohne Fisch geht in Rausu auf Hokkaido gar nichts. Im Hafen des unscheinbaren Ortes im Norden von Japan senkt sich der Schnee auf die bulligen Fangschiffe. In der Auktionshalle, nicht weit vom Anleger entfernt, debattieren die Händler über Thunfisch und Kabeljau. Dick vermummt stehen wir mit der Kamera und dem schweren Stativ in der beißenden Kälte und blicken frustriert hinaus aufs Ochotskische Meer. Im Fernglas können wir mehrere Riesenseeadler erkennen. Weit entfernt sind sie, viel zu weit, selbst für unser großes Teleobjektiv. Wir müssen dort hin – aber wie?

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BÄRBEL UND IHRE SCHWALBEN
Fotos und Reportage © H. Schulz

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„Sag‘ mal, wird das für die Kleinen nicht zu spät? Die müssten doch bald nach Afrika fliegen“. Bärbel Bothsmann macht sich Sorgen um ihre Schwalben. Das napfförmige Nest, aus mit Speichel zusammengeklebten Lehmkügelchen und trockenem Stroh, klebt an einem Balken unter dem Dach des Carports. Neugierig, ohne jede Angst, schauen die vier wohlgenährten Jungen zu uns herab. Nein, zu spät für den Abflug ist es jetzt, Anfang September, noch nicht. Zwei bis drei Bruten pro Jahr sind bei den Rauchschwalben normal. „Da kann es schon mal Oktober werden, bis die letzten sich auf den Weg machen“, erkläre ich Bärbel.

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