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GRÖSSTE VOGELFANGANLAGE DER WELT ENTDECKT
Text und Fotos: © Holger Schulz


Im Herbst vergangenen Jahres begleitete ich den Tierfilmer Jens-Uwe Heins auf einer Expedition durch den Norden Ägyptens. An der Mittelmeerküste zwischen dem Gazastreifen und der libyschen Grenze waren wir den Zugvögeln auf der Spur. Wir entdeckten dort die größte Vogelfanganlage der Welt. In einer mehr als 700 Kilometer langen Barriere aus Netzen finden alljährlich mehr als 10 Millionen Singvögel den Tod.    Weiterlesen »

10 Millionen Singvögel sterben in jedem Jahr in riesigen Fangnetzen in Ägypten. Der Bayerische Rundfunk zeigte in „Report aus München“ schockierende Aufnahmen:

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Dülmener Wildpferde

WILDE PFERDE – MITTEN IN DEUTSCHLAND
Fotos und Reportage © H. Schulz

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Morgendämmerung im Merfelder Bruch bei Dülmen. Am Waldrand warte ich, mit der Kamera in der Hand, auf die Wildpferde. In das Konzert der singenden Vögel mischt sich plötzlich ein dumpfes Rumpeln. Das Trappeln hunderter Hufe kommt rasch näher. Und dann drängt die Herde im Galopp aus dem Wald, raus auf die sattgrüne Wiese. Wilde Pferde – hier in Westfalen, mitten in Deutschland? Zugegeben: So richtig wild sind die seltenen Vierbeiner nicht. Aber in den Bruchwäldern und auf den Wiesen des Schutzgebiets leben sie weitgehend unabhängig vom Menschen, wie ihre Vorfahren seit Hunderten Jahren.

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Felsenhühner

FELSENHÜHNER IN TENERIFFAS „HÖLLENSCHLUCHT“
Fotos und Reportage © H. Schulz

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„Barranco del Infierno“: Atemberaubende Landschaft und wilde Natur. Ich bin unterwegs in der „Höllenschlucht“ beim Städtchen Adeje im Süden Teneriffas. Eingezwängt zwischen himmelhoch aufragenden Felswänden windet sich der enge Pfad durch die üppige Vegetation. Neben mir gurgelt ein schmales Bächlein in seinem steinigen Bett zu Tal. Herabstürzende Steine klirren in der zerklüfteten Wand. Im Unterholz, dicht neben dem Weg, rascheln die Blätter. Versteckt huscht ein taubengroßer Vogel durch das trockene Laub. Seinen grauen Hals ziert ein brauner, weiß getüpfelter Kragen. Ein Felsenhuhn. Den Fotoapparat mit dem Tele habe ich schussbereit in der Hand. Aber bevor ich den Auslöser drücken kann, ist der Vogel verschwunden.

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COCHENILLE: LÄUSEBLUT, DAS ROTE GOLD VON LANZAROTE
Fotos und Reportage © H. Schulz

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Wildes Lanzarote: Vulkane, schwarze Lavaströme und bizarre Schlackenkegel zeugen von der Urgewalt bei der Entstehung der „Insel des Feuers“. In dieser unwirklichen, trockenen Landschaft hat die Vegetation kaum eine Chance. An der Ostküste der Kanareninsel jedoch, bei Guatiza, tauchen Abertausende Feigenkakteen die Einöde in ein blasses Grün. Grob aufgesetzte Mauern aus Lava und Tuff teilen das stachlige Gestrüpp in einzelne Felder. Aber was wollen die Bauern auf diesen Opuntienfarmen ernten?

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VON JAGDPAPAGEIEN UND FLINTENSPANNERN
Foto und Reportage © H. Schulz

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Frühling in der „Dänischen Südsee“, der Inselwelt südlich von Fünen. Auf Ærø ergrünen die Knicks, und aus zahllosen Blüten leuchtet der Weißdorn. Am Boden zwischen den Hecken meldet sich mit rauem, metallischem Krächzen ein Fasan zu Wort. Weithin hörbar verkündet sein Ruf, dass dieses Revier besetzt ist. Dann schreitet der Hahn in all seiner Pracht selbstbewusst hinaus aufs offene Feld. Blutrot leuchten die angeschwollenen „Rosen“, die nackten Hautstellen an den Seiten des Kopfs. Die spitz zulaufenden Schwanzfedern, fast doppelt so lang wie der Körper, wippen waagrecht bei jedem Schritt.

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Bengalengeier

DIE „HIMMELSBESTATTER“ VON INDIEN –
Mit den Bengalengeiern verschwindet eine uralte Bestattungskultur
Fotos und Reportage © H. Schulz

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Monsunzeit im Norden Indiens. Nahe Jaipur, im Bundesstaat Rajasthan, ist es drückend heiß und schwül. In der Luft über dem schütteren Wäldchen hängt der eklige Geruch von Verwesung und Tod. Die dreißig oder mehr Bengalengeier, die sich dort eingefunden haben, stört das aber nicht. Sie drängen sich um die tote Kuh, die wohl schon länger in der Hitze schmort. Tief versenken die Aasfresser ihre nackten Hälse in die Bauchhöhle des Kadavers und reißen mit ihren kräftigen Schnäbeln die Innereien heraus. Im Gerangel der großen Vögel ist der stinkende Leichnam bald kaum mehr zu sehen.

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