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Archive for the ‘Vögel’ Category

GRÖSSTE VOGELFANGANLAGE DER WELT ENTDECKT
Text und Fotos: © Holger Schulz


Im Herbst vergangenen Jahres begleitete ich den Tierfilmer Jens-Uwe Heins auf einer Expedition durch den Norden Ägyptens. An der Mittelmeerküste zwischen dem Gazastreifen und der libyschen Grenze waren wir den Zugvögeln auf der Spur. Wir entdeckten dort die größte Vogelfanganlage der Welt. In einer mehr als 700 Kilometer langen Barriere aus Netzen finden alljährlich mehr als 10 Millionen Singvögel den Tod.    (mehr …)

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FELSENHÜHNER IN TENERIFFAS „HÖLLENSCHLUCHT“
Fotos und Reportage © H. Schulz

felsenhuhn 1

„Barranco del Infierno“: Atemberaubende Landschaft und wilde Natur. Ich bin unterwegs in der „Höllenschlucht“ beim Städtchen Adeje im Süden Teneriffas. Eingezwängt zwischen himmelhoch aufragenden Felswänden windet sich der enge Pfad durch die üppige Vegetation. Neben mir gurgelt ein schmales Bächlein in seinem steinigen Bett zu Tal. Herabstürzende Steine klirren in der zerklüfteten Wand. Im Unterholz, dicht neben dem Weg, rascheln die Blätter. Versteckt huscht ein taubengroßer Vogel durch das trockene Laub. Seinen grauen Hals ziert ein brauner, weiß getüpfelter Kragen. Ein Felsenhuhn. Den Fotoapparat mit dem Tele habe ich schussbereit in der Hand. Aber bevor ich den Auslöser drücken kann, ist der Vogel verschwunden.

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VON JAGDPAPAGEIEN UND FLINTENSPANNERN
Foto und Reportage © H. Schulz

fasan 1

Frühling in der „Dänischen Südsee“, der Inselwelt südlich von Fünen. Auf Ærø ergrünen die Knicks, und aus zahllosen Blüten leuchtet der Weißdorn. Am Boden zwischen den Hecken meldet sich mit rauem, metallischem Krächzen ein Fasan zu Wort. Weithin hörbar verkündet sein Ruf, dass dieses Revier besetzt ist. Dann schreitet der Hahn in all seiner Pracht selbstbewusst hinaus aufs offene Feld. Blutrot leuchten die angeschwollenen „Rosen“, die nackten Hautstellen an den Seiten des Kopfs. Die spitz zulaufenden Schwanzfedern, fast doppelt so lang wie der Körper, wippen waagrecht bei jedem Schritt.

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DIE „HIMMELSBESTATTER“ VON INDIEN –
Mit den Bengalengeiern verschwindet eine uralte Bestattungskultur
Fotos und Reportage © H. Schulz

bengalengeier 1

Monsunzeit im Norden Indiens. Nahe Jaipur, im Bundesstaat Rajasthan, ist es drückend heiß und schwül. In der Luft über dem schütteren Wäldchen hängt der eklige Geruch von Verwesung und Tod. Die dreißig oder mehr Bengalengeier, die sich dort eingefunden haben, stört das aber nicht. Sie drängen sich um die tote Kuh, die wohl schon länger in der Hitze schmort. Tief versenken die Aasfresser ihre nackten Hälse in die Bauchhöhle des Kadavers und reißen mit ihren kräftigen Schnäbeln die Innereien heraus. Im Gerangel der großen Vögel ist der stinkende Leichnam bald kaum mehr zu sehen.

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SCHWARZMILANE – GEFIEDERTE KOSMOPOLITEN
Foto und Reportage © H. Schulz

schwarzmilan

Geheimnisvolle Auwälder, knorrige Eichen, ausgedehnte Schilfbestände und verwunschene Altarme: Das Europareservat Kühkopf-Knoblochsaue, diese üppige, fast tropisch anmutende Wildnis, ist das größte Naturschutzgebiet Hessens. Nicht nur für ihre Stechmücken ist die amphibische Landschaft am Rhein zwischen Mannheim und Mainz berühmt, sondern vor allem für ihre zahlreichen Brut- und Zugvögel. In dieser urwüchsigen Natur, mitten in Deutschland, leben noch immer mehr als 50 Paare des Schwarzmilans – in höherer Dichte als irgendwo sonst in Europa. Der bussardgroße Greifvögel ist das Wahrzeichen des Reservats.

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GIGANTISCHE WINTERGÄSTE IN JAPANS EISIGEM NORDEN
Foto und Reportage © H. Schulz

riesenseeadler

Ohne Fisch geht in Rausu auf Hokkaido gar nichts. Im Hafen des unscheinbaren Ortes im Norden von Japan senkt sich der Schnee auf die bulligen Fangschiffe. In der Auktionshalle, nicht weit vom Anleger entfernt, debattieren die Händler über Thunfisch und Kabeljau. Dick vermummt stehen wir mit der Kamera und dem schweren Stativ in der beißenden Kälte und blicken frustriert hinaus aufs Ochotskische Meer. Im Fernglas können wir mehrere Riesenseeadler erkennen. Weit entfernt sind sie, viel zu weit, selbst für unser großes Teleobjektiv. Wir müssen dort hin – aber wie?

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BÄRBEL UND IHRE SCHWALBEN
Fotos und Reportage © H. Schulz

rauchschwalbe 1

„Sag‘ mal, wird das für die Kleinen nicht zu spät? Die müssten doch bald nach Afrika fliegen“. Bärbel Bothsmann macht sich Sorgen um ihre Schwalben. Das napfförmige Nest, aus mit Speichel zusammengeklebten Lehmkügelchen und trockenem Stroh, klebt an einem Balken unter dem Dach des Carports. Neugierig, ohne jede Angst, schauen die vier wohlgenährten Jungen zu uns herab. Nein, zu spät für den Abflug ist es jetzt, Anfang September, noch nicht. Zwei bis drei Bruten pro Jahr sind bei den Rauchschwalben normal. „Da kann es schon mal Oktober werden, bis die letzten sich auf den Weg machen“, erkläre ich Bärbel.

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